Meine Buchrezensionen

Dieses Buch wird immer schöner, je länger man es liest


Kirsten Wulf beschreibt in ihrem Buch "Sommer unseres Lebens" 3 Frauen, die in Portugal einen wunderschönen Urlaub verbrachten und sich am 25. Geburtstag von Hanne versprachen, sich in 25 Jahren in Portugal wiederzutreffen. Passend dazu wurde ein Foto von ihnen dreien gemacht, dass Hanne dann, als die Zeit um ist, in Facebook setzt, weil sie nicht weiß, wie sie die anderen erreichen kann.

Und tatsächlich, es klappt. Hanne, allein erziehende Yogalehrerin, die gerade so richtigen Ärger mit ihrer ältesten Tochter hat, Claude, singende Wirtin einer Szenebar am Elbestrand und Miriam, die Karrierefrau, raffen sich auf und treffen sich in Lissabon. 

Ihr Ziel ist das Meer, dahin, wo sie vor 25 Jahren waren. Hanne hat schon alles organisiert - und doch kommt alles anders als erwartet. Claude kommt mit einem alten klapprigen Wagen, der zwischenzeitlich mal den Geist aufgibt. Miriam, die den Kontakt zu ihrem Mann, ihren Kindern und ihrer Familie aufrechterhalten möchte, steht plötzlich ohne Smartphone und Kreditkarten da, Hanne fährt mit angespartem Bargeld, das aber auch nicht ewig hält und Claudes Kreditkarten werden plötzlich nicht mehr akzeptiert. 

Zudem hat jeder noch sein schweres Päckchen zu tragen, doch um es den anderen anzuvertrauen, das dauert seine Zeit. 

Das Buch nimmt recht langsam Fahrt auf, wird aber, je weiter man es liest immer spannender. Die Protagonistinnen sind sehr gut beschrieben und ich habe mich immer in sie hinein versetzen können. 

Zum Schluss des Buches war es schade, dass das Buch zu Ende war. Ich hätte gerne noch gelesen, wie das Leben der drei weitergeht. 

Das Cover des Buches ist sehr gut gewählt, drei junge Frauen blicken aufs Meer und die untergehende Sonne.



        


Ich habe mir mehr vorgestellt      


          Gesine Schulz schreibt in diesem Büchlein weiter über die Abenteuer des Glückskaters Darcy. Ein Bild von ihm können wir uns machen, wenn wir das Cover betrachten. Er ist ein kleiner bunter Kater und im Hintergrund ist ein Herrenhaus zu sehen, das sehr wohl Renfield Hall sein kann.

Freda, die mit einem viel älteren Mann sehr glücklich verheiratet war, lebt als Witwe jetzt hier alleine. Sie vermisst ihren zu früh verstorbenen Mann. Genau so geht es dem Hund ihres Mannes. 

Am Haus stehen viele Reparaturen an, die sie sich jedoch nicht leisten kann.
Als auch noch der Hund zu ihrem Stiefsohn geht, weiß sie nicht mehr, wie sie alles stemmen soll. Es fehlt nicht viel und sie verfällt in Depressionen. Aber da kommt ein Darcy zu ihr. 

Darcy ist eigentlich auf der Suche nach seiner ersten Menschenfamilie, doch er ist ja auch ein Glückskater, und so bleibt er eine Weile bei Freda. 

Sie bespricht mit den Stiefkindern den Verkauf des Hauses, aber diese sind strikt dagegen, weil sie an ihrem Zuhause hängen.

Freda und ihre Freundinnen überlegen einen Schlachtplan.

Zur Hilfe kommt ihr ein Geist, der beinahe mit seinem Auto Darcy überfährt.

Gesine Schulz schreibt in dieser Reihe zwar über die Abenteuer des Katers Darcy, aber sie macht auch neugierig, wie es auf Renfield Hall weitergeht. Schade, dass man das nicht erfahren kann.

Die Geschichte von Renfield Hall ist meines Erachtens in zu großen Schritten geschrieben. 

Darcy jedoch macht seinem Ruf als Glückskater alle Ehre.

Die Autorin schreibt sehr flüssig und ich kann mir alles lebhaft vorstellen. 

Allerdings habe ich mir von diesem "Katzenbuch" mehr versprochen.
        
    


Gard Sveen  schreibt mit "Teufelskälte" einen stark verstörenden Krimi. 

1988 wird der junge Kriminalbeamte Tommy Bergmann zu seiner ersten Leiche gerufen. Sie ist schrecklich zugerichtet und Tommy wird diesen Anblick niemals vergessen. Er verspricht der jungen Toten, ein guter Mensch zu werden. Wir Leser erleben, wie er sich Jahrzehnte später mit seinem schlechten Gewissen herumschlägt, weil er dieses Versprechen nicht gehalten hat. Aber er ist wegen seiner Aggressionen in Behandlung.

Diesem Mord folgen weitere, bis ein Schuldiger gefunden wird, der die Morde gesteht. Jahrzehnte später wird wieder eine junge Frau ermordet aufgefunden. Alle Anzeichen sind wie bei dem ersten Mord. Ihm graust es und er muss immer wieder an seine von ihm getrennte Frau denken, die früh genug den Absprung von ihm gefunden hat.

Der damalige Täter stellt einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wegen des ersten Mordes. Der ihn behandelnde Psychiater in der Forensik sieht dem mit Bangen entgegen, ja er möchte ihm noch nicht einmal mit irgendwelchen Erleichterungen entgegenkommen. Hat es einen Grund, weshalb der verurteilte Täter gerade jetzt das Wiederaufnahmeverfahren anstrebt?

Tommy und seiner Kollegin Susanne bleiben nur 5 Tage, um für Sicherheit zu sorgen. Ob der Täter nur ein Nachahmer ist? Oder ob damals der Falsche verhaftet wurde, also der Täter noch frei herumläuft?

Verdächtige, die seinerzeit schon vernommen wurden, werden wieder aufgesucht und neue Erkenntnisse fließen in die Ermittlungen ein. Allerdings leben die Beamten auch sehr gefährlich.

Tommy und Susanne werden persönlich vom Mörder einbezogen.

Das Buch ist sehr flüssig und spannend geschrieben. Es ist zwar der zweite Fall des Tommy Bergmann, den man aber auch gut lesen kann, ohne den ersten zu kennen.

        

Ein absolut schlüssiger Krimi ohne lose Enden

          Das Buch "Tiefe Schuld" ist mit einem auffälligen Cover versehen, das dazu auffordert, sich den Klappentext durchzulesen. 
Es ist in einem flüssigen Stil geschrieben, der sich leicht lesen läßt und man taucht ein in die Figur der Toni Stieglitz und "lebt" diesen Krimi, all ihre aufgestaute Wut, ihre Ängste und Freuden, mit.
Eine Frau wurde im Wald erschlagen. Aufgrund vielfacher früherer Verletzungen der Toten sucht Kriminalhauptkommissarin Toni Stieglitz den Täter innerhalb der Familie, und hier nimmt sie sich den Witwer Martin Krämer vor. Jedoch, dieser hat ein Alibi.
Toni, die in ihrer Vergangenheit selbst einen gewalttätigen Freund hatte, den sie viel zu spät angezeigt hat, ist sich ihrer Sache aber ziemlich sicher, zumal Herr Krämer auch schon einmal seinen Sohn misshandelt haben soll, wenn auch dieses Verfahren eingestellt wurde.
Während natürlich auch in andere Richtungen ermittelt wird, stellt Toni fest, dass die Tote die zweite Frau und nicht die Mutter von Martins Sohn ist. Mit Hilfe des Rechtsmediziners Doc Mulder und einer Kollegin aus einer anderen Abteilung der Kripo wagt Toni Schritte auf andere Art, der Lösung des Falles näherzukommen. Dabei erfahren sie, dass die Tote Julia Jäger nicht nur einfach eine Frau war, die erschlagen wurde.
Ich kann mir diesen Roman sehr gut verfilmt vorstellen, z.B. mit der Kommissarin 
"Jenny Berlin (Aglaia Szyszkowitz)" anstelle der Toni Stieglitz.

        

Das Buch, das unterhält und gleichzeitig hungrig macht. Einmalig!

     
  Das Buch "Yummy Book" von Cara Nicoletti hat ein Cover, das sofort neugierig macht. Wir sehen eine fröhliche und charmante junge Frau in einer Metzgerei. 


Im Buch erfahren wir, dass die Autorin aus einer Metzgerfamilie kommt. Ebendiese Familie führte sie aber schon früh an die Literatur heran, und die Autorin hat immer viel gelesen, häufig in der Kindheit mit Freundinnen gemeinsam und später in ihrer Jugend und während ihres Studiums der Literatur gab es dann gemeinsame Kochabende mit Bekannten und Kommilitonen.

In ihren bisher jungen Jahren ging sie bereits auch durch die harte Schule des Lebens, sie tröstete sich aber oft mit Lesen und Kochen.

Offenbar geht sie ganz in den Büchern auf, so dass sie, sobald vom Essen die Rede ist, sich dieses auch vorstellen kann. Und noch mehr, sie hat versucht, die entsprechenden Rezepte ihrer Lieblingsautoren nachzukochen. Wir Leser haben das Glück, ebenfalls diese Mahlzeiten zu kochen und zu backen. Die Mengenangaben beziehen sich auf nicht zu viele Personen und meines Erachtens sind die Arbeitsanweisungen auch für ungeübte Leser nachzuvollziehen.

Das autobiographische Buch der Frau Nicoletti, die wohl einen gleichnamigen Foodblog gründete, und die charmante Art der Sprache hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. So manches Mal, als es ihr nicht gut ging, hätte ich sie gerne in den Arm genommen. Aber laut lachen musste ich auch, ich weise nur auf die "wundersame Mäusevermehrung" hin - da möchte ich nicht mehr verraten.





        





EIN TOLLES BUCH ÜBER JUNDEND, DIE ERWACHSEN WIRD


          Das Buchcover zeigt junge Menschen am Wasser, ist hell und macht neugierig.


Alice Adams beschreibt in diesem Roman vier Studenten, die gemeinsam in Bristol studierten. Das Buch beginnt mit dem Ende des Studiums.


Eva, deren Vater erzsozialistisch ist, geht ins Finanzbusiness, wahrscheinlich um sich von ihrem Vater abzunabeln und ihrer unglücklichen Liebe Lucien zu entfliehen.


Lucien wird erst mal mit seiner Schwester und Evas bester Freundin Sylvie duch die Welt reisen. Die beiden hatten mit ihrer alkoholkranken Mutter und den strengen Großeltern keine leichte Kindheit. Deshalb möchten sie erst mal keinerlei Verpflichtungen übernehmen.


Benedict studiert weiter, um seinen Doktor in Physik zu machen und er hofft, seine große Liebe Eva für sich zu gewinnen. 

Er lädt sie auch mal zu seiner Familie nach Korfu ein, dort wird Eva erstmals bewußt, dass Benedict aus einem ganz anderen "Stall" kommt, als er es seinen Freunden gegenüber jemals angedeutet hat. Und dort kommt es beinahe zu einem entscheidenden Augenblick, aber eben nur beinahe. Es wird Jahre dauern, bis sich erneut die Gelegenheit ergibt.


Den vieren werden viele Steine in den Weg zu ihren Träumen gelegt. Benedict heiratet urplötzlich und wird Vater, Lucien schillert in der Partyszene und wird straffällig, Sylvie hat als Künstlerin erst mal keinen Erfolgt und beginnt zu trinken, Eva ist der aufgehende Stern am Finanzhimmel, verliert jedoch überraschend ihren Job.


Die Freunde treffen sich sporadisch und nehmen so am Leben der anderen teil. Doch es passiert, dass just dann, wenn einer von ihnen einen Freund braucht, keiner da ist. Damit hat dann niemals jemand gerechnet.


Doch Alice Adams gibt mit ihrem Buch, das 20 Jahre im Leben der vier Freunde schildert, Hoffnung, die Freunde finden wieder zueinander und sind auch in der größten Not füreinander da.


Das Buch erlebt man mit, zumal es nicht nur aus der Sicht eines Protagonisten geschildert wird, sondern mal aus der Sicht des einen und auch aus der Sicht der anderen.


Ich habe es sehr gerne gelesen.



        


          Jörg Reiter und Peter Ballert schildern in ihrem tollen Krimi/Thriller mit viel Lokalkolorit aus Sicht des Polizeiseelsorgers Bauer wie aus der besten Absicht einen Menschen zu retten, sich alles umkehren kann.


Ein Polizist will Selbstmord begehen, indem er wartet, dass er sich nicht mehr auf einer Rheinbrücke halten kann. Der Seelsorger hält ihn davon ab, indem er selbst in den kalten Fluss springt und sich von dem Polizisten retten lässt.

Was er nicht verstehen kann, ist, weshalb derselbe Polizist ein paar Stunden später zerschmettert vor einem Parkhaus liegt. Soll er sich so getäuscht haben? Er hatte schwören können, er hätte ihn von seinen seinen Gedanken 

abgebracht.

Tilo, der verwaiste Sohn, sieht seinen Vater nur noch als Feigling. Herr Bauer möchte diese Einstellung bei denn Jungen ändern, zumal er nicht überzeugt ist, dass es ein Selbstmord war. Seine Kollegin von der Kripo ist davon noch nicht überzeugt.

Was hat der Eros-Club mit den jungen Ausländerinnen mit dem Fall zu tun? Warum verbot Tilos Vater seinem Sohn, vom 10m-Brett zu springen?

Fragen über Fragen, - aber Bauer weiß noch nicht, wie gefährlich die Lösung dieses Falles für seine Familie werden wird.


Das Buch steigert in jedem Kapitel die Spannung.

Absolut lesenswert.

        



MOA GRAVEN  -  FREMDER

Cover für Fremder

 

Ich bin hin- und hergerissen


Ich weiß gar nicht, wie ich das so schildern soll. Moa Graven beginnt das Buch "Fremder" furios. Leichenteile liegen in einem zerrissenen Sack auf der Straße. 


Es ist ein heilloses Durcheinander - bei dem Ehepaar, das die Leichenteile findet, beim Mörder, als er feststellt, dass er den Sack verloren hat, selbst die beiden Kriminalbeamten stellen nach kürzester Zeit fest, dass sie am Fundort erst mal nichts tun können. 


Als Leser frag ich mich dann erst mal, hm? und nun? Tja- und nun geht es schön nach Hause zu einem Glas Wein ... für die Kripobeamten (er und sie). Denn diese wohnen, als WG bzw. als Freunde auch noch zusammen.


Jetzt kommt ein weiterer Handlungsstrang dazu, da geht es um Asylanten und Fremdenhass allgemein und im besonderen, denn die Auricher Beamten bekommen einen dunkelhäutigen Praktikanten dazu. - Aber auch Liebe und Eifersucht kommt nicht zu kurz.


Zwischendurch geht es aber doch wieder um die Morde. Also, wenn man mich fragt, ich habe mir viel mehr von diesem Buch versprochen und bin schon enttäuscht, weil man eigentlich nicht weiß, was jetzt das wichtigste in diesem Buch ist.


        


Silvan Aeschlimann - Glück ist teuer






Ein überwältigendes Buch!!

          Silvan Aeschlimann beschreibt hier den 22-jährigen Wirtschaftsstudenten Noah, dessen größte Sorge erst mal seine bevorstehen Prüfungen sind. Er ist nervös und kann nicht schlafen und kommt häufig zu spät zu den Vorlesungen.


Seine Mutter war wohl eine leichtlebige Flugbegleiterin, die ihm auch erst spät etwas über seinen Vater erzählt. 


Dieser steht auf seinem 22. Geburtstag vor der Tür und eröffnet ihm,  ihn kennenlernen zu wollen. Die beiden treffen sich und kommen einander näher.


Sein Vater ist ein führender genialer Finanzstratege, der ihn langsam an seine Geschäfte heran führen möchte. Noah lässt sich darauf ein. Er bekommt ein Startkapital und spekuliert recht erfolgreich. 


Doch der Preis,  in dieser Welt zu bestehen, ist hoch.  Noah vernachlässigt seine Partnerin undseinen besten Freund.

Ist der Vater das alles wert? 


Ein Gespräch mit einem seiner Professoren öffnet ihm die Augen.


Er unternimmt etwas unerhörtes, und gewinnt alles damit. 


Silvan Aeschlimann ist ein grandioser Autor, von dem ich bestimmt nicht das letzte gelesen habe. 



        

Jess Kidd  - Der Freund der Toten



Ein spannendes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte




 So ein tolles Buch habe ich seit langem nicht gelesen. 

Der 26-jährige Mahony erfährt, dass seine Mutter ihn wohl doch geliebt hat und sich seiner nicht aus Bequemlichkeit entledigte, denn er wuchs in einem Waisenhaus auf. 

Mit dem wenigen Wissen, dass er aus einem alten Brief erlangt, fährt er in seinen Geburtsort,  um etwas über das Schicksal seiner Mutter zu erfahren. 


Hilfe erhält er von einer alten Dame,  einer ehemaligen Schauspielerin,  die dort wohnt, wo auch er ein Zimmer findet. Diese Dame findet sofort heraus, dass der charismatische junge Mann außer ihr noch weitere Hilfe hat, die Toten. Er sieht sie oft und sie wohl auch.  Ganz besonders hilft ihm ein kleines totes Mädchen. Aber außer von Mrs. Cauley, der alten Schauspielerin, welche fest überzeugt ist,  dass seine Mutter ein gewaltsames Ende fand,  bekommt er auch noch von einigen anderen Hinweise über den Verbleibenden seiner Mutter.Und nicht wenigen ist überhaupt nicht daran gelegen,  dass er etwas heraus findet. 


Jess Kids schreibt wortgewaltig und spannend, wobei der feine Humor nicht auf der Strecke bleibt. Ich kann mir das Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen, alle Charaktere sind so toll beschrieben, dass man sie förmlich vor sich sieht.  Ich kann nur sagen, einmalig und toll,  dieses Buch! 

        



Kirsty Banks - Glückscafe mit Lieblingskuss


Leichte Lektüre, die schmunzeln läßt


  


          Coco lernt - natürlich Karneval, wenn die meisten nichts so ernst nehmen - den Mann ihrer Träume kennen. Man tauscht auch die Telefonnummern. Aber leider meldet sich der Traummann  nicht wieder. Coco streicht, je nach Stimmung, ihre Wohnung immer wieder neu, bis sie sich überwindet und von sich aus Tristan anruft. Sie treffen sich und sie ist hin und weg, bis eine hinreißende Frau auftaucht und ihm Papiere vorlegt, wie die meint, für die bevorstehende Trauung. 



Und jetzt hat sie die Nase voll von allen Männern und möchte sie nur noch "benutzen", so wie sie es möchte. Ihre Freundinnen halten es ebenso, so ist sie nicht alleine in ihrem Elend.



Obwohl der Kunstdozenton der Architekt Tristan nicht aus dem Kopf gehen will, lenkt sie sich mit anderen Männern ab, wobei an der Haustür natürlich die Trennung erfolgt. Doch dann sieht die Tristan wieder, ausgerechnet in einer Fernsehwerbung.



Es kommt, wie es kommen muss, sie trifft ihn wieder, er jammert ihr was vor von seiner Ex und die wird eine gute Freundin für ihn. Gibt es etwas schlimmeres für eine liebende Frau?



Das Buch ist locker geschrieben und macht den noch alleinigen viel Mut. Es ist absolut lesenswert.

        

        





Rita Falk, Winterkartoffelknödel




Ein uriger Typ, dieser Eberhofer


Rita Falk beschreibt hier einen urigen Polizisten, der in seinem Heimatdorf gleich mehrere Morde aufklären muss. Natürlich sehen mehrere wichtige Männer, wie der Bürgermeister von Niederkaltenkirchen und der Richter Moratschek diese Morde erst mal gar nicht als solche, sondern als Unglücksfälle. 


Doch Eberhofer, der hierher strafversetzt wurde, weil seine Waffe oft zu locker sitzt, ermittelt trotzdem. Unterstützt wird er von seinem Freund und ehemaligen Kollegen Birkenberger, der jetzt als Privatdetektiv tätig ist. 

Eberhofer wohnt auf dem familiären Hof im Saustall, näheres im Buch. Ich glaube nicht, dass er da jemals wegzieht, denn er wird von seiner stocktauben Oma nach Strich und Faden verwöhnt. Insbesre das Essen seiner Oma beschreibt er so gut, dass ich mich mit an den Tisch setzen möchte. 

Die Sprache des Eberhofer, das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, ist nicht meine, doch ich sehe ihn vor mir und höre ihn. Ich musste häufig lache
Rita Falk hat Rezepte im Anhang aufgeführt, die Franz Eberhofers Oma aufgeschrieben hat. 

Die Autorin ist Ehefrau eines Polizeibeamten.




Sarah Schmidt   -   WEIT WEG IST ANDERS      





Ein ganz tolles Mehrgenerationenbuch!


Das Buch ist so toll und locker geschrieben, dass ich das Gefühl habe, die Autorin hat das tatsächlich alles selbst erlebt.

Es handelt von 2 älteren Damen, die sich in der Kur kennen lernen, was aber nicht bedeutet, dass sie sich mögen. Die eine ist eine pragmatische Berlinerin, die sich selbst genug ist. Die andere eine esoterische Husumerin.
Das kommt trotz allem soweit, dass sie sich wiedersehen, denn das "Nordlicht" möchte vor ihrer überängstlichen Verwandtschaft fliehen. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Sie lernen unterschiedlichste Menschen kennen, ja sogar ein Heiratsschwindler versucht sich an ihnen, doch zuletzt hilft ihnen jemand, der selbst nicht damit gerechnet hat.
Das Buch handelt von Einsamkeit bei jung und alt, zu wenig miteinander sprechen und auch von Übermut.
Es macht Spaß, es zu lesen und ist ein tolles Geschenk.
     

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